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DRK Autismusambulanz
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07.12.2019
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DRK Autismusambulanz Ibbenbüren
Förderbereiche für Menschen mit Frühkindlichem Autismus
Frühkindlicher Autismus

Menschen mit frühkindlichem Autismus, auch Kanner – Syndrom genannt, sind qualitativ beeinträchtigt im Bereich der wechselseitigen sozialen Kommunikation und Interaktion, sie neigen zu stereotypen Interessen- und Verhaltensmustern. Man geht heute davon aus, dass eine Störung in der Wahrnehmungsverarbeitung autistischer Menschen diese Probleme erzeugt. Bei Menschen mit frühkindlichem Autismus zeigen sich diese Auffälligkeiten bereits vor dem dritten Lebensjahr.

  Die Förderung der Kommunikation
...bei Menschen mit frühkindlichem Autismus beginnt am Anfang mit dem Aufbau basaler Fähigkeiten der sozialen Interaktion (z.B. Blickkontakt, gemeinsame Aufmerksamkeit, Imitation) und dem Ausbau des Sprachverständnisses hin zur ersten Lautbildung. Je nach kognitiven Fähigkeiten und Ausprägung der autistischen Problematik wird Lautsprache oder Unterstützende Kommunikationsformen angebahnt (z.B Bildkartensystem, Gebärden oder Talker). Je früher die Maßnahme beginnt, desto größer sind die Chancen auf eine positive Entwicklung der kommunikativen Fähigkeiten des Kindes. Da auch Menschen mit Autismus mit sprachlichen Kompetenzen Schwierigkeiten haben, soziale und emotionale Gedanken auszudrücken, liegt ein wichtiger Aspekt in der Vermittlung und Verbesserung der sozialen Kommunikationsbereitschaft.


  Die soziale Interaktion
...ist von einer Vielzahl ungeschriebener Regeln geprägt, die ein Kind im Laufe des Lebens in vielen Bereichen intuitiv erlernt. Menschen mit Autismus fehlt diese Möglichkeit, so dass das soziale Miteinander regelrecht erlernt werden muss. Hinzu kommt die schwache oder fehlende zentrale Kohärenz. Das bedeutet, dass Menschen mit Autismus eher detailliert Situationen erfassen, aber es nicht zu einem sinnvollen Ganzen zusammenfügen können. In der Förderung des Sozialverhaltens werden neben spieltherapeutischen Angeboten und Sozialtraining auch viele lebenspraktische Kompetenzen trainiert und gefördert. Das mobile Konzept ermöglicht, dass unsere Klienten in möglichst alltagsnahen Situationen lernen können und so Sinnzusammenhänge besser erfassen können.

Die Autismusambulanz bietet neben der Einzelförderung auch intensive Kleingruppen an. Das gemeinsame soziale Lernen wird beispielsweise in Form von Theatergruppen, Kunstgruppen oder Freizeitgruppen angeboten. Hier haben die Menschen mit Autismus die Möglichkeit, sich pädagogisch-therapeutisch begleitet in einer Gruppe zu erleben, Gruppenregeln zu erlernen, Rücksicht zu nehmen und eigene Interessen durchzusetzen.
Es wird außerdem die Kreativität und das Interessenspektrum gefördert.


  Die Wahrnehmung
... bildet die Grundlage für alle kognitiven und sprachlichen Entwicklungs -und Lernprozesse. Menschen mit Autismus haben oft eine besondere Form der Wahrnehmung. Sie interpretieren ihre dingliche und soziale Umwelt oft anderes als Menschen ohne Autismus. Die Förderung der Wahrnehmung bildet deshalb einen wichtigen Baustein unserer Arbeit besonders in der frühen Förderung. In der Förderung der Wahrnehmung werden Methoden der Psychomotorik und der Sensorischen Integration angewandt.





  Förderung der kognitiven Grundfähigkeiten
Aufgrund der veränderten Wahrnehmungsverarbeitung denken Menschen mit Autismus anders. Sie haben oft eine andere Motivation für ihr Handeln als Menschen ohne Autismus. Um Menschen mit Autismus das Lernen leichter zu machen, erfordert es häufig sehr strukturierte und kleinschrittige Arbeitsweisen, sowie Kenntnisse über entwicklungs- und lernfördernde Bedingungen. Zur Förderung der kognitiven Grundfähigkeiten bedienen wir uns unterschiedlicher anerkannter Methoden (z.B. verhaltenstherapeutischer Ansätze, TEACCH). Außerdem ist die Beratung des jeweiligen Systems für ein lernförderndes Umfeld wichtig.





  Beschäftigung / Interessen
Menschen mit Autismus haben oft ganz besondere Interessen. In der Förderung werden die Interessen respektiert und genutzt. Trotzdem ist es wichtig, die Interessen und das Handelsspektrum auszubauen und zu erweitern, um extremes stereotypes Verhalten zu vermeiden und neue Entwicklungsimpluse zu geben.

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